Sicherheit auf Reisen

Vergangenen Samstag saß ich mit einer Freundin beim Brunch. Sie reist die Tage nach Südostasien und hatte ein paar Fragen zum Reisen dort. Klar kam irgendwann auch die Frage nach der Sicherheit auf. Wie sicher ist es in Thailand, Kambodscha oder Myanmar mit einer Spiegelreflexkamera und einem Laptop im Gepäck?

Tatsächlich habe ich mich in dieser Hinsicht während meiner zehnwöchigen Reise Anfang des Jahres nie unsicher gefühlt. Natürlich darf man nicht blauäugig sein. Zum Beispiel habe ich meine technischen Geräte die ich tagsüber nicht dabei hatte im Hotelsafe verstaut oder an der Rezeption zur Verwahrung abgegeben. In unserer Hütte am kambodschanischen Strand habe ich meinen technischen Gadgets Nachts zum Beispiel nicht direkt neben der Tür oder dem Fenster deponiert. Sondern in den Rucksack und diesen unzugänglich wie möglich im Zimmer verstaut. Geld und Karten bewahre ich grundsätzlich an verschiedenen Orten auf usw.

Bloggen im offenen Wlan des "Blue Pumkin" in Siem Reap, Kambodscha

Bloggen im offenen Wlan des „Blue Pumkin“ in Siem Reap, Kambodscha

Ganz klar reduzieren solche Maßnahmen das Risiko eines Diebstahls, ausschliessen das doch mal etwas wegkommt kann man natürlich nie. Das habe ich auf dem Weg zu meinem Auslandssemester in Spanien vor 11 Jahren schmerzlich am eigenen Leib erfahren müssen. Am Busbahnhof in Alicante wurde mir die Handtasche geklaut mit allen Dokumenten, Geld, Kamera und sogar meinem Handy.

Dass es nicht nur zu einen physischen Diebstahl kommen kann, wurde mir im Mai diesen Jahres während der Internet-Konferenz re:publica klar. Ich hatte mich für einen Workshops wie man sein Macbook und Smartphone sicherer macht angemeldet. Dort wurde schnell klar, dass ich in dieser Hinsicht überhaupt nicht vorgesorgt hatte!

Gerade jemand wie ich, der sich in Deutschland und auf Reisen ständig ins offene W-Lan von Cafès und Hotels einloggt! Im Vergleich zum Diebstahl meines analogen Handys in 2003, gingen nur ein paar Handynummern verloren und es lief eine Telefonrechnung von 300€ auf. Bis zur besagten Konferenz konnten sich Unbefugte wahrscheinlich Zugriff auf alle meine sozialen Netzwerke, privaten Daten, Passwörter und Kreditkarteninformationen ziehen, ohne dass ich es gemerkt hätte.

Wie schütze ich meinen Geräte mit sensiblen Daten?

Neben ein paar einfachen Einstellungen wie zum Beispiel dem aktivieren der Firewall (die zum Beispiel an einem MacBook als default deaktiviert ist), gibt es noch viele weitere Maßnahmen dein Notebook, dein Tablet oder dein Smartphone vor Datenklau zu schützen.

Im Falle eines Verlustes bieten Antivirus Programme mittlerweile auch Diebstahlsicherungen nicht nur fürs Notebook sondern auch für Tablets und Smartphones an. Mithilfe dieser Dienste lassen sich seit geraumer Zeit aus der Ferne die Daten des eigenen Smartphones orten, sperren oder gar löschen und somit dem Missbrauch sensibler Daten auch bei Verlust eines mobilen Endgerätes zu unterbinden.

Internet-Security-Suites sorgen für mehr Sicherheit, wenn man wie ich oft in öffentlichen Bereichen online aktiv ist, wo sich unbefugte Personen per W-LAN oder Apps Zugriff auf die eigenen Daten verschaffen und somit ausspähen können. Das Angebot dieser Anbieter ändert sich kontinuierlich und gerade in Zeiten von Cyper-Kriminalität passiert da gerade sehr viel. Ich studiere dazu immer mal wieder aktuelle Testberichte und versuche meine Geräte und Daten zu schützen, indem ich mich da auf dem neusten Stand halte. Meine Haustür lasse ich ja schliesslich auch nicht weit offen stehen.

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Synke

Ob auf Reisen um die Welt oder in meiner Heimat Berlin - UNTERWEGS bin ich immer mit meiner Kamera.

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